Zu Besuch beim Meister

Nach dem Besuch des „Guggenheim Museums“ in Bilbao 2009 stand nun auf unserer alljährlichen Tour nach Burgau/ Portugal ein weiterer kultureller Höhepunkt an. Meine Eltern hatten mir vor Jahrzehnten einen tollen Bildband von Salvatore Dali geschenkt, für dessen Werke ich mich schon früh begeistern konnte. Diesmal machten wir daher Station in Figueres/ Katalonien und schauten uns das dortige „Theater-Museum Dali“ an.

Unser zwei Sterne Hotel „Los Angeles“ lag in unmittelbarer Nähe. So schlenderten wir nach einem ausgedehnten Frühstück völlig entspannt und gemütlich durch die engen Gassen von Figueres, bis wir an dem auffälligen Gebäude vorbei kamen. Dali hatte das ehemalige Theater, das im spanischen Bürgerkrieg von innen ausbrannte, zu neuem Leben erweckt. Schon das Äußere hat ein außergewöhnliches Design, mit Engeln und Eiern auf dem Dach.

Joh, und sehr zu unserem Erstaunen waren wir nicht die einzigen an diesem Morgen, die Eintritt zum Inneren wünschten. Nein, mit uns waren da noch mehrere hundert andere Kunstinteressierte. Oder tausende…?

Wie man den Museumsführern und dem Sprachgewirr entnehmen konnte, kamen die Herrschaften aus Amerika, England, Holland, Russland, Japan (oder so ähnlich asiatisch), der Schweiz und dem Rheinland.

Die Menschenmassen machten ein entspanntes Flanieren oder gedankengeschwängertes Innehalten in Ruhe und Muße, inklusive eingehendem Studium von Details im Übergang zum großen Ganzen, nicht wirklich möglich. Der offenbar weltweit ausgebildeten Ignoranz sei Dank.

Zudem versperrte immer mindestens eine Dumpfbacke die Sicht auf das Objekt, das man gerade im Sucher hatte.

Zugegeben, des Künstlers Bilder, Skulpturen und Exponate zu fotografieren kann mit den begrenzten Mitteln meiner Kamera, den Lichtverhältnissen und möglichen Positionen ohnehin nur bescheiden ausfallen. Auf Poster, Postkarten oder eben Bildbänden (vielen Dank nochmal liebe Eltern!) sind die Dali´ schen Werke natürlich perfekt wiedergegeben.

Aber den Augenblick festhalten und vielleicht doch einen oder zwei gute Schnappschüsse zur Erinnerung versuchen, oder Zeugnis des Besuchs zu produzieren, das muss sein. Meinten auch die vielen hundert anderen Besucher/innen, die scheinbar wie von Sinnen aus allen Rohren umherschossen.

Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt! Schließlich blieb letztlich doch immer wieder ein kurzer Augenblick, den Originalen einmal ganz nah zu sein. Toll z.B. das Bild mit Gala (Dalis Frau und Muse), in dem man bei genauer Betrachtung ein Konterfei eines Mannes (US Präsident Lincoln?) erkennen konnte.

Oder die berühmte Deckenmalerei, die ich fototechnisch so gut hinbekommen habe, dass dieser nun als Desktophintergrund meinen Laptop ziert.

Auch klasse: das „Wohnzimmer“. Man betritt den Raum und sieht ein „Kusssofa“, eine Nase in deren Nüstern kaminholz lodert, zwei große Bilder. Über eine kleine Treppe steigt am auf eine Empore. Von dort ergeben die Ausstellungsstücke in ihrer Anordnung ein Frauengesicht.

Auch hier gelang mir ein recht gelungenes Foto. Fast so gut wie in meinem Bildband…

Also ich find´, den genialen Meister Dali muss man mal gesehen haben. Weitere Eindrücke und Fotobeweise hier:

 

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