Luc sein Seit´

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Also, das war so: an einem lauen launigen Sommerabend nahe des hohen Venns kamen Luc und ich ins Gespräch. Über Frauen, Autos und Fußball. Und über Groupies. Man muss dabei wissen, dass sich mein belgischer Freund Luc Brammertz in der Freizeit – alleine oder in unterschiedlichen Peergroups – mit Hilfe verschiedener Blechblasinstrumente bemüht melodisch durch die hiesige Region bläst.

Schon in Alter von 7 Jahren begann seine unheimliche Leidenschaft. Wobei ich bis jetzt nicht heraus gefunden habe, ob er eher das Nervenkostüm seiner unmittelbaren Umgebung vorsätzlich herausfordern wollte, oder ob schon damals sein vorausschauender Blick auf einen möglichst vereinfachten Zugang zum weiblichen Geschlecht der eigentliche Ansporn war. Sei´s drum, letzteres jedenfalls verführte ihn zu der Frage an mich, ob das denn schwierig wäre, nur so eine „kleine digitale Visitenkarte“ zu erstellen.

Man muss auch dabei wissen, dass d´r Luc eigentlich gar keine eigene Internetseite haben wollte. Überhaupt nicht. Wenn da nicht die Groupies gewesen wären. Die fragten ihn zuletzt immer öfter, wo man ihn denn – solo oder mitsamt passender Kapelle – im weltweiten Datennetz finden könne. Beispielsweise zwecks Kontaktaufnahme zum geselligen blasen oder aus reiner Neugierde über des Herren Vita.

Nun, ich habe natürlich reflexartig geantwortet, dass so eine Internetseite in der Regel nur professionelle Webdesigner so richtig machen können. „Was Webdesigner können, können nur Webdesigner“, habe ich gesagt. Und das ich da aktuell zwei an der Hand hätte, die man fragen könnte. Weil, also nee, ICH kann das professionell nicht. Nur amateurhaft. Quatsch, allenfalls auf Kreisliganiveau mit beschränkten Mitteln.

Das würde ihm reichen, meinte der in digitaler Hinsicht genügsame Belgier. Schließlich wollte er ja eigentlich auch gar keine Internetseite. Vielleicht nur so´n bisschen halt. Und überhaupt, er wüsste ohnehin nicht, wer sich auf seine Seite verirren sollte?  O.K., ein paar Groupies vielleicht. Ob ich ihm den nicht doch den Gefallen tun könne, so als Freund und erfahrener BLOGGER. Er liefere ein bisschen Text und ein paar Fotos und ich möge das ganz einfach nur so irgendwie da rein setzen, ins Weltnetz.

Luc sein SeitJoh, was soll ich schreiben? Ich hab´ echt gezögert. Aber habe ihm den Gefallen getan und ihm eine digitale Präsenz gebastelt. Wohl wissend, dass ich jetzt wieder Ärger bekomme von den professionellen Webdesignern, die ich wieder vor mir sehe, wie sie zetern und schimpfen über mich und mir unterstellen, ich würde nicht verstehen, dass mein angeblicher Freundschaftsdienst für umme die Untergangskultur einer ganzen Zunft dokumentiert.

Ja, ich habe weder belgische Schokolade, noch ein landestypisches Kartoffelgericht für meinen kleinen Freundschaftsdienst bekommen.

Aber mal ehrlich: ich leide sicher nicht an Hybris zu glauben, dass mein bescheidener Freundschaftsdienst die Wucht entfalten könnte, ein von mir hoch geschätztes Gewerbe überhaupt spürbar und schon gar nachhaltig zu schaden.

Und wenn sich auf Luc sein Seit´ so ein unerwartend boomender Verkehr entfalten sollte, weiß er ja durch mich, dass er die Seite professionalisieren muss und an welche Professionellen er sich dann wenden kann. Die können ett dann so richtig schön und noch Groupie affiner machen als die jetzige, Luc Brammertz seine Internetseite!

Obwohl, die ist doch erstmal auch ganz gelungen, wa?!

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