Portugal as usual

am

Booaaah nee, weisse: zum x-ten Mal in Portugal gewesen, zuvor mit (kulturellem) Abstecher in Salamanca. An der Algarve angekommen gemerkt, dass ich die Kamera eigentlich hätte zuhause lassen können. Irgendwie habe ich alles schon mal fotografiert. Immer mal wieder die gleichen Ziele und Orte aufgesucht, die kaum oder keine Veränderungen zeigten. Alte Häuser, schöne Fliesen, lange Strände, Fisch auf´m Teller, bunte Rabatten und löchrige Felsen, Wein in der Kehle, Sonnenuntergang hier, Sonnenuntergang da, ein Bica zum Abschluss, oder doch lieber noch einen Macieira zum Fado hier und Fado da. Muße für Schnappschüsse blieb vor lauter entfesselter Faulheit kaum.

Gab es denn nix besonderes diesmal, fragte ich mich bei der Durchsicht der rund 1.800 Fotos. Nun denn, jeder Tag hatte irgendetwas. Verstörend war der Besuch am Cabo de São Vicente, wo Pauli sein Frau  und ich schon länger nicht mehr Station machten. Eigentlich sollte der westlichste Punkt Westeuropas auch nur kurz Ziel für ein Fotoshooting mit unserem Bulli im Vorder- und dem berühmten Leuchtturm im Hintergrund sein. Nun trafen wir aber zu einer Zeit dort ein, als sich die Sonne schon bedrohlich nahe ins Wasser zu senken drohte. Nachdem die Fotos mit Bulli und Leuchtturm dann fix im Kasten waren, strömten Menschen aus allen Herren- und Frauenländer an den Rand der Felsen. Alle schien Angst und Panik um zu treiben. Sollte die Sonne wirklich verschwinden? Wird es dann dunkel sein? Vielleicht gibt es Hoffnung und der runde feuerrote Ball titsch sanft auf das Gewässer und steigt wieder in luftige Höhen?

Aber nein, das Schauspiel endete dramatisch: Die Sonne verschwand. Komplett. Und es ward dunkel. Einige applaudierten. Es muss Galgenhumor gewesen sein. Anschließend hetzten die ca. 300 Menschinnen und Menschen eiligen Schrittes in ihre Fahrzeuge und verursachten einen veritablen Stau auf freiem Feld. Der Mann vom Stande der letzten Bratwurst vor Amerika hatte den Braten schon früh gerochen und war schon vor allen anderen auf der Flucht.

Alle verband die Hoffnung, dass es wieder Licht wird. Irgendwann. Und es ward Licht. Schon am nächsten Morgen lugte sie wieder hervor, die Sonne. Dieses verrückte Ding…

Naja, ich sach´ ja, irgendwie war´s wie immer.

 

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