Madiba

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Jeder hat ja bestimmt so seine Helden, die man sich als Vorbilder nimmt, denen man nacheifert, oder denen man als Fan/in höchst ergeben ist. Sind es für die einen Sportler/innen oder Musiker/innen, Schauspieler/innen oder Börsenhaie und -haiinnen, neigen die anderen eher zu Heldinnen und Helden im Alltag, die sich durch ihren Beruf oder ehrenamtlichen Einsatz höchst löblich einsetzen. Wieder andere finden in spirituellen Führer/innen oder Verführer/innen ihren rechten Glauben an die Menschheit wieder.

Titelseite der Times of Zambia vom 28. Februar 1990

Ein epochales Ereignis bereicherte mein Leben durch die Freilassung von Nelson Mandela, das just zu der Zeit stattfand, als ich mich in der Entwicklungshilfe in Zambia versuchte. Am 11. Februar 1990 war das.  Auf Einladung vom damaligen Präsidenten Dr. Kenneth David Kaunda besuchte Mandela dann schon am 27. Februar Zambia. Auch aus Dankbarkeit, weil Kaunda die Befreiungsbewegung unterstützte. Ich hatte mir die „Times of Zambia“ extra gekauft, die über das Ereignis berichtete. Ich habe sie heute noch und hüte sie wie einen kleinen Schatz.

Wenige Wochen später, am 4. März 1990, wurden Nelson und Winnie Mandela begeistert in Simbabwe empfangen. Pauli sein Frau und ich waren zwei davon! Wir standen dann im Zentrum Harares vor dem Amtssitz des Präsidenten  (dessen Name ich nicht mehr schreibe auf meienm Blog) mit tausenden anderen zusammen und lauschten, was Madiba  exclusiv uns und der Rest der Welt  zu sagen hatte.

Es erzeugte wohl bei vielen das wohlige Gefühl, dass Apartheid auf dem Weg in die Geschichtsbücher war.  Ein Meilenstein schien gefallen. Es schien eine neue Zeitrechnung zu geben. Verstand, Moral, Ethik und Hoffnung schien sich endlich Bahn zu brechen, ein menschliches Miteinander über alle Hautfaren, Konfessionnen oder Religionen gemeinsam zu (er)schaffen.

Joh, so kann man sich (ent)täuschen, wenn man Politik heute verfolgt.

Trotzdem oder gerade deshalb: Nelson Mandela hat nicht nur für viele (Süd)Afrikaner ein Licht angezündet. Er war ein Großer. Und ist es bis heute. Nicht nur für mich. Er trägt Hoffnung. Und die stirbt bekanntlich zuletzt.

Heute wäre der große Nelson Rolihlahla Mandela, genannt „Madiba“, 100 Jahre alt geworden.

 

 

 

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